Um über Stadt in ihrer gesellschaftlichen und räumlichen Dimension nachzudenken bedeutet, mit und in Komplexität zu arbeiten. Wichtiges Werkzeug zum Auslegen eines Themas und Formulierung von Fragestellungen ist das von uns entwickelte Trendbook. Wir arbeiten in der Forschung mit transformativen Forschungsmethoden und Research-by-Design. Das Entwerfen als Methode zur Wissensgenerierung zu nutzen bedeutet sich einer Thematik holistisch zu nähern, in eine mögliche Zukunft zu projizieren und den Entwurf als Plattform des räumlichen Diskurses zu nutzen.

„Viel zu lange haben wir das Wohnen nur in Bezug auf Gebäude und deren Grundrisse gedacht, entworfen und gebaut. Gerade in Zeiten der großen Wohnraumnachfrage und des massiven Baubooms in den Metropolen scheint das Primat der Produktion von Masse jede Frage nach der städtebaulichen und architektonischen Einordnung zu verdrängen.“ [Martina Baum]

 

Das Thema des Wohnens ist ein drängendes gesellschaftliches und politisches Thema, doch nicht nur die Verteilung, auch die Form des Wohnraums muss diskutiert werden, denn das Zusammenleben in den Städten verändert sich rapide. Verhaltensweisen im öffentlichen Raum sind davon genauso betroffen wie unsere Vorstellung von einem privaten Zuhause.
[Martina Baum]

 

Die Grenzen zwischen öffentlich und privat müssen neu sondiert werden, um auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu reagieren. Es braucht Urbane Wohnformen, die private Erholung sichern, auf individuelle Bedürfnisse eingehen und zugleich neue Anknüpfungspunkte zur Stadt formulieren um gesellschaftlichen Austausch zu schaffen und so den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken.

 

Das Realexperiment von Adapter untersucht räumliche und soziale Aspekte dieser Grenzen und Schwellen zwischen öffentlich und privat im urbanen Wohnen.

 

Für den begrenzten Zeitraum von 18 Monaten soll von einer Bewohnerschaft von ca. 20 Personen temporärer gewerblicher Leerstand als gemeinschaftlicher Wohnraum entwickelt und genutzt werden. Die Zwischennutzung von Leerstand dient dabei als Grundlage um in realem Umfeld neue Ideen zu testen und lotet die Möglichkeiten der Umnutzung von Bestandsstrukturen aus.

 

Der Wohnraum soll über nachbarschaftlich und öffentlich nutzbare Teilbereiche verfügen um räumliche Übergänge und Zugänglichkeiten, Nutzungskombinationen und soziale Organisationsstrukturen zu untersuchen und so die Schwelle zur Öffentlichkeit neu zu formulieren.

 

Ziel ist es über die Untersuchung realer Situationen kontextspezifisches Wissen zu sozialen Dynamiken und Prozessen, aber auch transferier und skalierbare raumordnerische Handlungsansätze zu neuen Wohnformen für zukünftige Großbauprojekte zu generieren.

 

Bekannte und gewohnte Grenzen zwischen diesen Bereichen werden verschoben oder lösen sich auf: Als einer von vielen Faktoren ziehen neue Produktions- und Kommunikationsformen zunehmend eine Überlagerung von Arbeit und Wohnen nach sich – die geschäftliche E-Mail kann vom Büro, der Parkbank, aber auch vom Bett aus versandt werden – und auch soziale Aktivitäten die lange im öffentlichen Raum verortet waren, finden vermehrt im Privaten statt.

 

Auf der anderen Seite verliert der öffentliche Raum zunehmend seine Rolle als Ort der Begegnung und des sozialen sowie kulturellen Austausches. Die Identifikation mit der Stadt und die damit einhergehend die Verantwortungsübernahme in der Gesellschaft nehmen ab. Damit fehlen essentielle Vorraussetzungen für die gesellschaftliche Teilhabe, den offenen Diskurs und nicht zuletzt für eine lebendige Demokratie und den gegenwärtig viel diskutierten gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Weitere Informationen zu Adapter: www.adapter-stuttgart.de

Universität Stuttgart

SI Städtebau-Institut

Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen

Prof. Dr. Martina Baum

Adapter e.V.:

Christiana Weiß

Elif Kälberer

Paul Vogt

Richard Königsdorfer


Eine vitale und attraktive Gemeinde braucht eine lebendige Ortsmitte, in der Menschen wohnen und Gewerbe zu Hause ist. Das Zentrum ist ein Alltagsort welcher generationenübergreifend Begegnungsmöglichkeiten und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum bietet. Es ist das Herz des Ortes und muss nicht nur unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen und Bedarfe decken sondern auch den eigenen Charakter des Ortes spürbar machen. Die Sicherung und Rückgewinnung von Aufenthalts- und Lebensqualität, die funktionale Vielfalt sowie eine gute Erreichbarkeit sind die Grundlagen für die Vitalität des Zentrums. Impulsprojekte für die Belebung der Zentren können Antrieb für die (Re)Aktivierung des Ortes und einer gemeinsam gelebten lokalen Identität sein. Das hat positive Auswirkungen auf die Angebote der Daseinsvorsorge sowie die Entwicklung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts einer Gemeinde. Mit dem Konzept der Regional.Räume haben wir die Vision, die Ortsmitten der Gemeinden und Dörfer zu reaktivieren, Nahversorgung zu sichern und die Dorfgemeinschaft wieder neu zu entdecken.

 

Die Studie Experimentierorte im Ländlichen Raum – Strategien zur Sichtbarmachung und Verortung digitalanaloger Vernetzung ist Basis für die Entwicklung und Konkretisierung von Maßnahmen zur Verbesserung der Daseinsvorsorge und des sozialen Lebens im ländlichen Raum anhand eines konkreten Fallbeispiels im Rhein-Neckar-Kreis. Aus den unterschiedlichen Blickwinkeln verschiedener Disziplinen heraus und gemeinsam mit den Akteur*innen vor Ort wurde ein Konzept entwickelt, welches eine digital und räumlich vernetzte Antwort auf aktuelle Herausforderungen anbietet. Die breite Expertise der Beteiligten ist in die Ausgestaltung der Untersuchung eingeflossen.

 

Ein Projekt gefördert im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Lokaler Online-Marktplatz“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

 

 

Visualisierung: Andreas Beulich

 

 

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Andreas Beulich
Sebastian Klawiter
Hanna Noller

 

In Kooperation mit:
Rhein-Neckar-Kreis – Stabsstelle Wirtschaftsförderung
Gemeinde Schönbrunn
Gemeinde Spechbach

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Metropolregion Rhein-Neckar

 

Grafische Gestaltung der Dokumentation: Mark Julien Hahn


Quartiere ohne Widerspruch in Zeiten des Widerspruchs –

Differenzierung von Stadtstrukturen neuer Stadterweiterungsquartiere durch die Kombination widersprüchlicher Anforderungen

 

Quartiere ohne Widerspruch

„Ich habe momentan den Eindruck, dass wir von der Vielfalt zu einer Einfalt kommen, dass wir Erdgeschoss plus drei Obergeschosse über die ganze Stadt legen“

Süddeutsche Zeitung online, 9. Februar 2018 – über Neubauquartiere in München

 

Zeiten des Widerspruchs

„Die Gesellschaft driftet auseinander. Die Idee der großen Gemeinschaft verliert an Kraft, die Menschen grenzen sich in immer kleinere Gruppen ab.“

Zeit online, 15. Januar 2018 – über die Spaltung der Stadtgesellschaft

 

 

Die Forschungsarbeit stellt die Frage, wie die Kombination widersprüchlicher Anforderungen unterschiedlicher politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteure produktiv zu einer differenzierten Gestaltung neuer Stadterweiterungsquartiere im süddeutschen Raum beitragen kann, damit sowohl ein räumlicher Mehrwert für das Quartier als auch eine Annäherung zwischen den Widersprüchen entsteht.

 

Heute stehen sich zwei städtebaulich relevante Entwicklungen als Gegensätze gegenüber: ‚Quartiere ohne Widerspruch’ und ‚Zeiten des Widerspruchs’. Zum einen entstehen einheitliche Neubaugebiete und zum anderen geht der Gesellschaft diese Einheit verloren. Als ‚Quartier ohne Widerspruch’ werden Stadterweiterungen ohne gebauten Kontext bezeichnet – ohne den Grundwiderspruch zwischen Bestehendem und Neugebautem – die eine rationalistische Homogenität aufweisen. Als ‚Zeiten des Widerspruchs’ werden die zeitgenössischen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft benannt, die Folge globaler, europäischer, deutscher und städtisch lokaler Polarisierungstendenzen sind. Beide Entwicklungen sind für sich gesehen problematisch, da die Gefahr der Entstehung von Extremen besteht. Sie bieten durch ihre Gegensätzlichkeit aber auch die Chance, durch das Zusammenwirken beider, einen Aushandlungsprozess in Gang zu setzten, um Verbindungen und Schnittstellen zu finden, wovon beide profitieren können.

 

Die theoretische Grundlage der Forschung bildet die Dialektik, in welcher der Begriff Widerspruch im Sinne sich polar gegenüberstehender Gegensätze verwendet wird. Die Dialektik ist die Lehre von den Gegensätzen in den Dingen, in der einer These durch Aufzeigen von Widersprüchen eine Antithese gegenübergestellt wird, woraus sich ein neues Verständnis als Synthese ergibt. Die Forschungsarbeit wird in dialektischer Betrachtungsweise durchgeführt, da Stadt von Gegensätzen geprägt ist, von Ordnung und Unordnung, Einfachheit und Komplexität, Privatheit und Öffentlichkeit, Erneuerung und Tradition, Planung und Leben. Ausgangspunkt der städtebaulichen Überlegungen sind das Konzept der Differenz von Henri Lefebvre, Collage City von Colin Rowe und Fred Koetter, Komplexität und Widerspruch in der Architektur von Robert Venturi und die Dialogische Stadt von Paul Hofer und Bernhard Hösli.

Bildnachweis: Eridan 3 von Vasarely, 1956

 

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum

Harry Leuter


Eine produktive und inklusive Stadt nutzt ihre Vielfalt und Mischung und entwickelt daraus einen Nährboden auf dem Neues entstehen kann. Im Rahmen des Projekts SESC in BC stellen wir uns die Frage nach den räumlichen Grundlagen für Interaktion und Austausch zwischen verschiedenen Gruppen in der Stadt und sammeln interessante Konzepte für Gemeinschafts-, Sozial-, Kultur- und Bildungszentren weltweit. Wir reflektieren die Rolle des öffentlichen Raums in der europäischen Stadt und Stadtgesellschaft und diskutieren die Rolle eines solchen öffentlichen Ortes und die Potenziale für Bad Cannstatt.

Durch das Projekt ergibt sich die Möglichkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema öfffentlicher Raum: seiner Rolle, seinen Aufgaben und seinem Beitrag, aber eben auch seiner räumlich, architektonischen Ausprägung. Dieser Diskurs muss auf der gesellschaftlichen und räumlichen Ebene geführt werden. Was ist öffentlicher Raum heute? Wie wird er genutzt? Wie wird er wahrgenommen? Wo sind Treffpunkte in der Stadt, die niederschwellig, inklusiv und für alle zugänglich sind und Angebote schaffen?

Inspiration und Ausgangspunkt des Projekts sind die brasilianischen SESC-Zentren. Ein Ort offen für alle, der ein breites Angebot an Räumen und Nutzungen bietet. Kostenlose Sport- und Bildungsmöglichkeiten werden hier ebenso angeboten wie Gesundheitsservice, Bibliothek, Kulturprogramm, Kinderbetreuung und last but not least erschwingliche Gastronomie oder einfach einen Ort zum Sonnen.

Im Rahmen der IBA ergibt sich die einmalige Chance diesen Ansatz in Bad Cannstatt zu realisieren und zu testen. Hierzu ist es aus unsere Sicht notwendig nicht das Tagesgeschäft mit einem IBA Label zu versehen sondern Fragestellungen aufzurufen, die weit über die Grenzen Stuttgarts hinweg relevant sind.

Bildnachweis: »Du, meine konkrete Utopie« von Zara Pfeiffer, 2013 – 2017

 

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Sabine Kastner


Polyvalent everyday places

 

… have to be discovered

… are a biotope

… arise through interaction

… create a community

… are characterized by a functional non-definition

… live in the shadow

… are maverick

… tell stories about life

… need improvisation

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Sascha Bauer

Sebastian Klawiter


Perspektiven auf und im ländlichen Raum.

Im Rahmen des Forschungsfelds „Ressource Ländlicher Raum“ beschäftigten wir uns mit den Perspektiven auf und den Potenzialen im ländlichen Raum in Baden-Württemberg. In verschiedenen Teilprojekten loteten wir die Beziehung und Wechselwirkungen zwischen Stadt und Land aus und versuchten Rollenmuster, Begabungen und Grenzen herauszuarbeiten. Hierzu war es notwendig, zu hinterfragen was hinter den Begriffen Stadt und Land steht und deutlich zu machen, dass die Definitionen je nach Perspektive des Fragenden andere sein werden.

Dieses Teilprojekt beschäftigte sich mit der Perspektive auf den ländlichen Raum und den Bildern, die darüber kommuniziert werden am Beispiel der Region Heilbronn-Franken. Vier Ortschaften wurden hierzu ausgewählt und an Hand der gleichen Methodik erfasst und bereist. Das Ziel war, durch diese experimentelle Raumwahrnehmung, die Bilder, welche über einen Ort vermittelt werden mit jenen der Realität vor Ort zu überlagern.

Trotz aller Renaissance der Städte ist der ländliche Raum in den letzten Jahren wieder verstärkt ein Sehnsuchtsort geworden. Ursprünglichkeit, Ruhe, Abgeschiedenheit, einfache Lebensweise und Ortsverbundenheit werden projektiert. Der Zeitschriftenmarkt liefert die passenden Bilder und Geschichten in immenser Auflage mit Leserschaft aus dem urbanen wie auch ruralen Kontext. Auch das regionale Marketing vermittelt idyllische Ort- und Landschaften mit unverwechselbarer Identität. Können diese Bilder in der Realität wiedergefunden werden? Welche Situation zeigt sich in den Orten räumlich, funktional wie auch atmosphärisch? Welche Typologien und Ästhetik wird produziert?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, begaben wir uns auf eine Expedition in den ländlichen Raum der Region Heilbronn-Franken. Für jeweils drei Tage bereisten wir die Orte Widdern, Werbach, Blaufelden und Kupferzell. Ausgewählt wurden diese aufgrund der Landschaftsbildqualität in Kombination mit der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung.

Zunächst wurden die Bilder, welche über diese Orte im Internet kommuniziert werden gesichtet. Im Anschluss erfolgte die Bereisung mit der immer glei-chen Vorgehensweise der Erkundung vor Ort. Die Bilder der vorgefundenen Situationen wurden mittels Fotografien erfasst. Ergänzend hierzu wurden die Orte der höchsten Funktionsdichte und Kommunikationsfrequenz in jedem Ort erkundet. Die beiden Perspektiven der Außenwirkung über die Medien und der realen Raumerfahrung lieferten sehr interessante Erkenntnisse über Wunsch und Wirklichkeit im ländlichen Raum. Die idyllischen Werbebilder zeigten nur einen kleinen Ausschnitt der gebauten Realität. Vor Ort immer die gleiche Logik: verfallende Ortskerne umrahmt von immer weiter wachsen-den Einfamilienhaussiedlungen und Gewerbegebieten am Rand. Weite Teile der Ortschaften verfügen nicht mehr über unverwechselbare Ortsidentität sondern reproduzieren internationalisierte und kommerzialisierte Codes zu generischen Siedlungen: Schwedenhäuser aus rot lackiertem Holz, Villen im Toskanastil, Bauträgerhäuser mit Wärmedämmverbundsystem, kanadische Blockhausarchitektur und kubistische Gebäude in Anlehnung an die Moderne versammeln sich zu einer austauschbaren und eigenschaftslosen Kakophonie. Das Gleiche gilt für die Gewerbegebiete. Auch hier die immer gleichen Architekturen der Handelsketten und Gewerbebauten umrahmt von großen Parkplätzen und aufmerksamkeitsheischenden Werbeschildern. Ist man auf dem Land oder in der Stadt, in Kupferzell oder Stuttgart – nicht nachvollziehbar.

Regionale Bautradition und Bauweisen lassen sich nur noch in den Kernen finden, weiterentwickelt und in die Zukunft gebracht wurden sie nicht. Eine urbanisierte Gesellschaft produziert hier hingegen ein ortsunabhängiges, generisches Lebensumfeld. Highspeed Internet, die Medien und Konsum-konzerne bringen die Welt nach Werbach. Stadt oder Land, der Kontext wird zur Kulisse. Orte der Gemeinschaft sind nicht mehr der Dorfplatz und der Dorfbäcker sondern die Autobahnraststätte an der A6 und der Großbäcker im Supermarkt mit Bestuhlung auf dem Parkplatz.

Es stellte sich deshalb die Frage, wie mit dieser Diskrepanz von Wunsch und Wirklichkeit umgegangen werden kann. Ist der idyllische ländliche Raum mit seinen zugeschriebenen Potenzialen und Werten ein längst vergangenes Wunschbild und wird somit zum Mythos? Reicht die mediale Reproduktion davon durch Bilder um die Bedürfnisse zu befriedigen und braucht es gar keine bauliche Entsprechung mehr? Diese Fragen müssen diskutiert werden. Handlungsbedarf zeigt sich im Umgang mit den Ortszentren. Sie sind die Verlierer dieser Entwicklung. Gering genutzte oder leerstehende Wohngebäude, aufgelassene Hofstellen und geschlossene Ladengeschäfte prägen das Bild. Welche Rolle haben sie in Zukunft? Wer möchte hier wie leben und arbeiten? Braucht es die alten Gebäude noch oder braucht es einen radikalen Neuanfang? Werden sie zu Kulissen und musealisiert oder können sie weiterhin aktiver Teil des Alltags sein? Auch diese Fragen bedürfen einer offenen Diskussion, die wir gerne anstoßen wollten.

Forschungsprojekt der Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Hanna Noller
Sebastian Klawiter