Entwürfe SS 2022 – Habitando CosechasSS 2022 – Land denkenWS 2122 – New YorkSS 2021 – RobustSS 2021 – PorositätSS 2021 – Urbane SymbiosenWS 2021 – Moloch Stadt, Idylle Land? — Entwurfsbasiertes ForschungsstudioWS 2021 – REPARARE — Entwurfsbasiertes ForschungsstudioSS 2020 – Studio Täglich — Entwurfsbasiertes Forschungsstudio SS 2020 – Meine Stadt, Mein Zuhause — Grenzen, Schwellen, ÜbergängeWS 2019 – Quartiere und Widersprüche — Konzeptioneller Entwurf einer StadterweiterungWS 2019 – Studio NeubrunnSS 2019 – Studio Buenos AiresSS 2019 – Provisorische ArchitekturWS 1819 – SESC in BCWS 1819 – Bad GasteinSS 2018 – Valparaíso La Matriz — Qualifizierung eines produktiven StadtteilsWS 1718 – Mi casa Mi ciudad — Buenos AiresWS 1718 – Polyvalente AlltagsorteSS 2017 – Generation 21 — Urbanes Quartier Stuttgart NordWS 1617 – Studio Amsterdam — Urbanes Quartier Boven het IJWS 1617 – Studio München — Neue Typologien für die Urbane MischungSS 2016 – El sur de Buenos AiresWS 1516 – Studio BrüsselWS 1516 – Stuttgart Mitte WestSS 2015 – Studio ZürichWS 1415 – Produktive Stadt Wien
Seminare SS 2022 – LesesalonSS 2022 – Land fotografierenSS 2022 – Stadt-Körper-WasserWS 2122 – Stadt im FokusWS 2122 – SuE going public – ProbebühneSS 2021 – New York in Film und Literatur — ParallelweltenSS 2021 – SuE going publicSS 2020 – Wohnen und Stadt — Die städtebauliche Dimension des WohnensWS 2019 – Vielfalt+Ordnung/Resträume — Auf den Spuren innerstädtischer ResträumeWS 2019 – StadtökonomieSS 2019 – Wettbewerbe gewinnenSS 2019 – Mit SuE nach WarschauWS 1819 – Provisorische ArchitekturWS 1819 – Mit SuE nach BenidormWS 1819 – IBA SummerschoolSS 2018 – Mit SuE nach HamburgSS 2018 – Polyvalente AlltagsorteWS 1718 – Entwerfen mit SuEWS 1718 – Mit SuE nach LuzernWS 1718 – SuE total digitalSS 2017 – Mit SuE nach LondonSS 2017 – Summer School Delft — Making the MetropolisSS 2017 – IBA Summerschool — Spielräume WS 1617 – Stadt selbst gedachtWS 1617 – Linien, Grenzen, RäumeWS 1617 – Entwerfen mit SuESS 2016 – Stadt und TransformationWS 1516 – Buenos Aires — Die europäische Stadt
Bachelorarbeiten Bachelorarbeiten
Masterarbeiten Masterarbeiten
Projekt Stadt und Landschaft Grundlehre 3. Semester

WS 2122 – New York

Entwürfe

New York – Parallelwelten

 

Aufbauend auf das Seminar „Parallelwelten – New York in Film und Literatur“ haben wir uns im Entwurfs-Studio der Stadt New York entwurflich weiter genähert. Im Entwurf arbeiteten die Studierenden an der Schnittstelle zwischen sehr widersprüchlichen Orten, die von den Studierenden selbständig gefunden wurden. Diese Parallelwelten stellten den Ausgangspunkt der jeweiligen Eingriffe dar. So sind Projekte im Zwischenbereich zwischen Architektur und Städtebau entstanden. Es wurde maßstabsübergreifend, mit Fokus auf die selbst definierten Themen gearbeitet und Konzepte entwickelt, die die vorhandenen speziellen Eigenschaften der Räume und Atmosphären herausarbeiteten und weiterentwickelten.

Durch die Unmöglichkeit zu reisen in Zeiten der Pandemie lernten wir im Seminar die Stadt über Film und Fernsehen, Romane und Fachliteratur kennengelernt, sind ihr über Google Streetview, Plakaten, Fotos, Videos, Zitaten und Textpassagen kennen.

Wir sind also auf eine Reise nach New York gegangen, ohne in das Flugzeug zu steigen. Von Harlem über die Upper West Side, durch den Central Park hinüber zur Upper East Side und wieder zurück zum Columbus Circle, weiter in den Theater District und hinunter zur Lower East Side.

Gäste:

Sharon Zukin, City University of New York

David Grahame Shane, Columbia University

Tobias Armborst, Interboro

Ute Meyer, Hochschule Biberach

Impressionen aus dem Studio

Arbeiten der Studierenden

Andrea Irion und Thomas Lesch

 

Amsterdam Depot

West Harlem

 

An der Schnittstelle zwischen der Upper West Side und Harlem wurde das Amsterdam Depot als Entwurfsort identifiziert. Das 1882 für die Lagerung von Straßenbahnen erbau­te Depot nimmt einen ganzen Block ein. 1947 wurde das Straßen­bahndepot stillgelegt und durch ein Busdepot ersetzt. Dafür wurde das Gebäude erweitert. 2010 wurde das Busdepot stillgelegt und wird seither als Werkstatt- und Lagergebäude für die Oldtimer Busse der MTA genutzt. Diese Nutzung füllt nur einen Bruchteil des vorhandenen Platzes, weshalb das das Depot der perfekte Ort für eine Nut­zungserweiterung ist.

 

Antagonist

Um die Bewohnerschaft Harlems einzubeziehen hat die Columbia University „The Forum“ entwickelt. Dieses Forum soll für alle zugänglich sein und dem Viertel etwas zurückgeben, wird dieser Zweck allerding nicht gerecht. Es hat nur zu den offiziellen Öffnungszeiten der Uni offen und bietet außer einem großen Foyer nur anmietbare Veranstaltungsräume zu hohen Preisen. Wir planen, diesem Forum ein Gegenüber und somit Harlem ein Gesicht zu geben. Das Depotgebäude wird zu einem offenen, gemeinschaftsorientierten Kultur und Freizeitgebäude umgebaut, welches öffentlichen Raum neu definiert.

 

Entwicklungsdruck

Die unmittelbare Umgebung des Busdepots ist bereits einem starken Wandel aufgrund von Entwicklungsdruck und damit verbundenen Neubauten ausgesetzt. Die gewohnte Umgebung verschwindet Stück für Stück und muss großen meist generischen Gebäuden weichen. Deshalb setzt der Flachbau des Amsterdam Depot eine klares Zeichen und symbolisiert das bauliche Erbe West Harlems.

 

Sichtbarwerden

Die derzeit im Busdepot gelagerten Oldtimer Busse können vom Depot als Aushängeschilder in der Umgebung genutzt werden. Sie können beispielsweise als Wärmebusse, Impfbusse, Foodtrucks oder Konzertbusse an verschiedenen Orten in Harlem stehen und der ansässigen Bevölkerung Kultur- und Hilfsangebote näher bringen und auf das Depot aufmerksam machen.

 

Nutzungsaddition und -verteilung

Durch die Nutzungsverschiebung von bestimmten Freizeiteinrichtungen auf das Dach des Depots werden dort mehrere Nutzungen überlagert, wodurch das Depot dem Entwicklungsdruck trotzen kann. Außerdem werden Flächen frei, welche der Öffentlichkeit zugeführt werden können. Der Großteil des Gebäudes ist auf schnelle und flexible Nutzungsänderungen ausgelegt. Es lebt durch die Bespielenden und passt sich an sie an. Somit können sich im Laufe des Tages verschiedene Nutzungen aneinanderreihen und überlagern. Durch diese Nutzungsüberlagerungen kann die Fläche optimal genutzt und verschiedensten Bedürfnissen gerecht werden.

 

 

Porosität

Das untergenutzte Bestandsgebäude hat aufgrund seiner früheren Nutzung viele großflächig öffenbare Tore. In Kombination mit flexibel nutzbaren Räumen können große Teile des Gebäudes in Zukunft dem öffentlichen Raum zugeschrieben werden. Das Gebäude gewinnt an Porosität und Flexibilität.

Viktor Metz und Timo Wendschuh

 

Parallelwelten

Die Stadt New York ist für viele der Inbegriff einer Weltstadt. Als solche besitzt sie eine Vielzahl von nebeneinander existierenden, sich gegenüberstehenden und gegenseitig beeinflussenden Welten. Diese Parallelwelten können städtebaulicher, architektonischer, sozialer und sogar kultureller Natur sein. Ein Ort, an welchem sich Parallelwelten räumlicher Natur auftun, ist das im Süden Manhattans gelegene Quartier „Two Bridges“. Das ursprüngliche Quartier, ein gewachsenes Einwandererviertel, wurde und wird in Teilen durch gesellschaftliche Prozesse und Baustrukturen anderer städtebaulicher Leitbilder räumlich überformt. Diese durch die Überformung entstandene Heterogenität der Räume gepaart mit der Nähe zu Downtown Manhattan sind grundlegend für die städtebaulich und architektonisch interessante Atmosphäre des Quartiers. Eine weitere Folge der Überformungen sind zudem kulturelle und soziale Wechselwirkungen, die sich in den unterschiedlichen Altersstrukturen und kulturellen Hintergründen der Bewohner:innen von Two Bridges ausdrücken. Unsere Beschäftigung erfolgt nicht nur auf Grund der städtebaulich-architektonischen Parallelwelten, sondern auch, da es momentan im Fokus teils großmaßstäblicher Umgestaltungen und Entwicklungen steht.

 

Konzept

Der Ansatz unseres Entwurfs entstand aus der strategischen Überlegung, wie man „Two Bridges“ als ein Ganzes sehen kann. Hierbei verstehen wir die räumlichen Gegebenheiten, bestehend auf der einen Seite aus dem historischen und dicht bebauten „Tenement“ und auf der anderen Seite aus dem sozialen Wohnungsbau der „Al-Smith Houses“, als eigenständige Entitäten. Indem wir die vorhandenen Stärken und Schwächen getrennt voneinander herausarbeiten, versuchen wir in einem ersten Schritt, die jeweiligen Entitäten in sich zu stärken. Als nächsten Schritt betten wir diese in ein übergeordnetes Konzept ein, welches sowohl auf der Quartiersebene als auch darüber hinaus die Entitäten in den Flickenteppich von New York einbettet. Abschließend definieren wir an der Grenze zwischen den Entitäten eine neue Zone, welche wir als Schnittstelle zwischen den Beiden transformieren.

 

 

Universität Stuttgart
Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Lorenz Brugger

Harry Leuter