Unsere Lehrhaltung gründet sich auf dem Diskurs. Das gemeinsame Arbeiten von Lehrenden und Studierenden fordert und fördert das kritische Hinterfragen unserer gebauten Umwelt und reflektierte Denken. Kollaboration mit anderen Lehrstühlen, Hochschulen und Praxispartnern sind für uns selbstverständlich. Um die gesellschaftlichen Herausforderungen an Raum kritisch zu reflektieren, braucht es Interesse, Engagement und Idealismus beidseits: von Lehrenden wie Studierenden.

Masterarbeiten

Masterarbeiten

Masterarbeit WS1718: Jonas Stamm - Grand Paris

Masterarbeit WS1718 - Bente Rau und Hannah Kast

Masterarbeit SS2016 - Poveglia per tutti: Jana Melber

Ausgangspunkt der Masterthesis ist die verlassene Insel Poveglia. Verortet in der venezianischen Lagune, prägen baufällige Fragmente des ehemaligen Lazaretts umgeben von wilder Vegetation ihren pittoresken Charakter. Im Zuge des Ausverkaufs Venedigs, stand die Insel im Jahr 2014 zur Versteigerung. Die Auktion war der Impuls für die Gründung des Vereines Poveglia per tutti. Die lokale Initiative setzt sich für eine nachhaltige Reaktivierung der Insel ein. In der Analyse zu Beginn der Arbeit konnte die DNA des Ortes aufgezeigt werden und in einer Fallstudie die Evolution Poveglia per tuttis von einer informellen Gruppierung hin zu einem Raumunternehmen evaluiert werden. Aufbauend auf die gewonnen Erkenntnisse, sieht der Entwurf eine Entwicklung der Insel in fünf Schritten vor, abgestimmt auf das Handlungsfeld der Bürgerinitiative. In den einzelnen Phasen [Silhouette, Kulisse, Arrangement, Ensemble und Balance] werden die räumlichen Potentiale der Insel inszeniert, über Nutzungsschwerpunkte strukturiert und durch architektonische Setzungen ergänzt. Es entstehen Freiräume für die Bürger Venedigs, die durch ein stabiles Gerüst flexibel auf deren Bedürfnisse reagieren können. Der behutsame Umgang mit dem historischen Erbe ermöglicht eine Transformation der Insel ohne den Verlust ihrer einzigartigen Atmosphäre.

 

 

Masterarbeit WS1718 - Orte der Gastlichkeit: Ann-Kathrin Ludwig und Anton Philipp

Die Masterarbeit untersucht das komplexe Verhältnis von Stadt und Tourismus. Sie erörtert die Frage, wie Städte einen Tourismus integrieren können, der sowohl für Reisende als auch Bewohner der Stadt gleichermaßen positiv ist. Immer mehr Städte in Europa, wie zum Beispiel Venedig, Barcelona und auch aufstrebende Städte wie Porto haben wachsende Besucherzahlen zu verzeichnen. Anfangs profitieren viele Städte und Bewohner von den positiven Auswirkungen, welche die Gefragtheit eines Ortes mit sich bringt. Tourismus schafft Einkommen und Beschäftigung und kann so auch zur Entwicklung einer lokalen und regionalen Identität beitragen.

Es wird jedoch schnell deutlich, wie wichtig es ist, die Stadt als dauerhaft belebten, lebendigen Organismus anzusehen, welcher im ausgewogenen Verhältnis zu seinem Tourismus stehen muss. In vielen Fällen sind weder die Bewohner, noch die Strukturen der Städte auf die große Masse an Touristen vorbereitet, die auf sie einströmen.

Ein authentisches Erleben der Stadt steht für die meisten Reisenden mittlerweile im Vordergrund. Mit der wachsenden sharing economy verändern neue Konzepte wie die Vermietung von privaten Unterkünften über das Internet dieses authentische Bild zunehmend. Es wird ein neues Verständnis von Gastlichkeit definiert.

Masterarbeit SS2017 - Anna Franke und Claudia Deppe