Wir lieben das Gedruckte: analog, haptisch, dauerhaft und aneigenbar. Mit dem Trendbook nutzen wir das Format aktiv als Ausgangsbasis für das Nachdenken, Reflektieren und Ordnen. Auch über das gesprochene Wort publizieren wir unsere Gedanken: Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops sind für uns essentielle Diskursräume.

In der Stadt werden permanent – bewusst wie unbewusst – Dialoge zwischen Raum und Nutzer geführt. Unsere Hypothese lautet, dass dieser Dialog in urbanen Alltagsorten konstruktiv und stimulierend sein muss. Räumliche Essenz eben solcher polyvalenter Alltagsorte, die zur Identifikation anregen ist für uns die Gleichzeitigkeit von Fülle und Leere. Im Denkraum zeigen unterschiedliche Disziplinen ihre  Perspektiven in Form von Vorträgen und Performance zum Thema Fülle und Leere auf. Die Beiträge aus der Soziologie, Theologie, Musik, Theater und Kunst ergänzen die Perspektiven aus Architektur und Stadtplanung und setzen damit neue Impulse für die Diskussion über Stadt …


Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur

 

Bürger – Rikschas, Parklets und Mobilitätskarawanen – das sind selbst für eine Universität wie die Stuttgarter, die mit ihren 10 Fakultäten und 160 Studiengängen eine beeindruckende Bandbreite an Themen erforscht und lehrt, keine alltäglichen Untersuchungsgegenstände. Konventionelle, traditionelle Forschungsansätze ließen diese Sujets vermutlich unberücksichtigt. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern Methoden und Designs, die über die klassischen, disziplinären Herangehensweisen und Wissenszugänge hinausgehen. Es sind die Schnittstellen an denen Neues entsteht und an denen sich Lösungswege für dringende gesellschaftliche Probleme auftun…


This book celebrates Patrick Abercrombie and J. H. Forshaw’s renowned ‘Potato Plan’ and assesses its potential as an analytical tool for contemporary metropolitan territories.

Originally drawn in 1943 as part of the County of London Plan, Abercrombie’s ‘Social and Functional Analysis’ poetically illustrates the city as an agglomeration of distinct communities, clusters, and centralities. The Potato Plan Collection comprises 40 Potato Plans from all around the globe, each being a reinterpretation of the original by local architects, urban designers and scholars. As a whole, the collection offers a new perspective on the structure of regional configurations in the urban age.

 

https://issuu.com/nai010publishers/docs/issuu_potato_plan

Frankfurt am Main, today´s continental financial centre, international transportation hub and exhibition centre was founded at a shallow crossing of the River Main in 793. Today the city has the flair of a compact metropolis and combines the modern with the traditional in a fascinating way. It is an important international financial market and trading venues well as a major industrial, trade and service centre…

 


Entwerfen – nicht nur im städtebaulichen Kontext – bedeutet, über die Zukunft nachzudenken. Der städtebauliche Entwurf antizipiert das Zukünftige, ist immer eine Projektion über die Gegenwart hinaus, beschreibt eine mögliche Vision und ist somit auch ein Versprechen. „Der Entwurf als Konzeption nimmt etwas gedanklich und bildhaft vorweg und kann dies doch nur, indem das Künftige oder Neue mit dem Bekannten und Vertrauten in eine Beziehung gesetzt wird.” Durch ein tiefer gehendes Verständnis für einen bestimmten Ort, das Nachzeichnen seiner Entwicklung und die Entschlüsselung seiner spezifischen Gegebenheiten wird der Status Quo in Bezug gesetzt zu gewünschten Qualitäten, um daraus ein zukünftiges Bild für diesen Ort zu entwickeln. Der Entwurf entsteht jedoch nicht aus der Analyse, sondern verlangt eine Syntheseleistung: die Bewertung und Einordnung des Analysierten, Gefundenen und Wahrgenommenen. Diese Synthese wird durch das Wissen und vor allen Dingen auch durch die Erfahrungen des Entwerfenden gestützt und ist so selbst bereits Teil des kreativen Aktes. Da nicht rationalisierbar und stets subjektiv, ist dieser Akt nur schwer nachvollziehbar, dessen Ergebnisse – der Entwurf – sind hingegen durchaus kommunizierbar und lassen sich mit Argumenten hinterlegen. „Auf das praktische Tun bezogen, schließt der Entwurf immer den Entwerfenden, sein Selbst- und Weltverständnis mit ein. Deshalb gehören Entwurf und Horizontbildung zusammen.” In diesem Sinne ist die Ausbildung von hoher Relevanz, um jenen notwendigen Wissens- und Erfahrungsschatz anzulegen. Aber auch jene integrierte Haltung zu vermitteln, die Grundlage der Lehre am Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen der Universität Stuttgart ist …

 

 

Download – PDF Beitrag Lehrbausteine Städtebau – Prof. Dr. Martina Baum