Die Debatte über Stadt und ihre Entwicklung muss aktiv geführt werden, gleichermaßen im universitären wie stadtgesellschaftlichen Rahmen. Somit greifen wir Themen auf, die relevant, interessant und zukunftsweisend sind. Unsere Unabhängigkeit und Integrität verstehen wir als Auftrag und großen Wert, der uns verpflichtet, unseren integrativen Beitrag zu leisten. Wir wollen Denkräume etablieren: als Orte des Austauschs und der Interaktion.

In den letzten Jahren wird eine neue Tendenz im Baugeschehen sichtbar: Junge Büros und Planungskollektive bespielen mit temporär angelegten Bauprojekten Baulücken und städtische Leerräume, um dem urbanen Leben neue Impulse zu geben. Sie ergreifen damit die Chance, selbstbestimmt und abseits ökonomisch geprägter Marktzwänge einen frischen Zugang zur Gestaltung der Stadtgesellschaft zu finden. Wie erfolgreich sind solche Projekte auch im Zusammenhang mit Bürgerbeteiligungsprozessen? Besteht die Gefahr der Vereinnahmung durch die Stadtpolitik? Und ist das ein alternativer Zugang zum Architektenberuf? Diese und andere Fragen wollen wir mit zwei jungen Architekten und einer Städtebauprofessorin diskutieren.

 

 

18. März 2019
BDA Wechselraum Stuttgart

 

Wulf Kramer, Yalla Yalla, Mannheim
Jurek Werth, Diese Studio, Darmstadt
Prof. Dr. Martina Baum, STUDIO . URBANE STRATEGIEN / Universität Stuttgart
Moderation: Christian Malycha, Kunsthistoriker & Kurator, Bielefeld

 

https://bda-bawue.de/2019/02/52-bda-wechselgespraech/

 

 

Online Aufzeichnung der Vorträge und Diskussionsrunde:

https://vimeo.com/326278436


Wir befinden uns in einem großen Gebäude in Stuttgart Ost. In dem dreiteiligen Komplex waren einst verschiedene Gewerbe – Asiamarkt, Arztpraxis, Weinstube, Nachtclub, Firma für Präge-Technik, Büroräume, Pensionszimmer und private Wohnräume – angesiedelt. Jetzt steht es leer. Besenrein.

 

Das Kollektiv belebt das Gebäude und zeigt im Rahmen des Citizen.KANE.Mikrothater die kaleidoskopartige Performance Die Stille der Stadt.

Es ist der Beginn einer dreijährigen, theatralen Untersuchung, in der das Citizen.KANE.Kollektiv den Zerfall der Stadt, der Familie und des Individuums in den Fokus stellt. Beginnen wir mit der Stadt.

 

Diese erste Ausgabe des Citizen.KANE.Mikrothater entstand während einer viermonatigen Recherchenhase vor Ort in der Totenbergstraße 170 in Stuttgart Ost: verschiedene Künstler und Experten wurden eingeladen, um die Perspektiven der Umnutzung eines Gebäudes zu erproben. Ergebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen dieser Recherche sind Teil der Performance.

 

In dieser Stadt sieht man vor lauter Feinstaub den Sternenhimmel nicht. Nur ein Stern dreht sich unermüdlich auf der Spitze eines Turms. Doch was passiert wenn auch dieser letzte Stern am Himmel über Stuttgart langsamer wird bis er stoppt, flackert und schließlich erlischt?

 

Was bleibt, wenn in der Stadt alles den Bach runtergeht? Während rundherum Stille ist, wird das Haus lebendig.

 

 

 

Gesprächspartner:

 

Martina Baum

Sebastian Klawiter

 

 


Am 18. Oktober 2018 initiierte Stadtlücken e.V. eine Wohn-Debatte am Österreichischen Platz. Mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Planung und Politik diskutierte man gemeinsam mit zahlreichen Bürger*innen über die Fragen „Wie sieht es mit der Wohnlage in Stuttgart aus?“, „Können wir uns Wohnen überhaupt noch leisten?“ und „Wie wollen wir in Zukunft wohnen?“. Um die Debatte auch räumlich zu verdeutlichen, war das Tiny House aVOID von Leonardo Di Chiara vor Ort und die Initiative Adapter Stuttgart brachte ein 39 qm großes Wohnzimmer mit wechselndem Gemeinschaftsprogramm in den öffentlichen Raum.

 

Der vollständige Mitschnitt der Wohndebatte ist unter folgenden Link abrufbar:

 

 

 

Teilnehmer der Debatte:

 

Andreas Hofer (Intendant IBA 2027)
Martina Baum (Städtebauinstitut Universität Stuttgart)
Christina Simon-Philipp (Stadtplanung HFT Stuttgart)
Gabriele Munk (B90/Grüne)
Hannes Rockenbauch (SÖS LINKE PluS)

 

Moderation: Sven Hahn

Organisation: Stadtlücken e.V., Verantwortliche: Carolin Lahode, Sascha Bauer


Based on the results of design studios, interviews and research of the last two years, the chair for Urban Planning and Design of the University of Stuttgart presents a trend book on current urban issues as base for a two day design workshop at the IABR–2016. Designers from different disciplines are welcome to participate and to continue to build on this research with designing on a specific site in Rotterdam.

The concept of the trendbook goes beyond a collection of materials. It will be used as a first communication tool that is tested with our peers during the IABR–2016. It includes the main outcomes of all the meetings, table sessions and students´ proposals of recent design studios in various European Cities. It serves as both, an inspiring work-in-progress collage to question urban conditions as well as a scientific abstract on recent transformation processes our cities face these decades. It points a finger on the challenges of demography, migration, energy and circular flow economy.

Our key research question for the urban condition will be: How can we propose a dynamic stable urban fabric that allows for void and congestion?

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Christiane Kolb
Thorsten Stelter
Markus Vogl
Isabel Zintl