Trendbook Stadt selbst gedacht

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„Wir müssen begreifen, dass die Zukunft nicht gut oder böse, sondern gestaltbar ist“

(Dirk von Gehlen, Süddeutsche Zeitung, 14./15. Januar 2017, S. 45)

 

Aber wie ist die Zukunft gestaltbar? Vor genau zehn Jahren wurde die Charta von Leipzig von den zuständigen Ministerinnen und Ministern aller Mitgliedstaaten der EU verabschiedet. Auf politischer Ebene ist sie ein wichtiges Instrument für die Integrierte Stadtentwicklung geworden. In der Stadtplanung wurde das Leitbild der nachhaltigen europäischen Stadt eingeführt.

 

Die Transformation unserer Städte wird aber nicht nur durch politische Instrumente und städtebauliche Leitbilder vorangetrieben. Motoren des Wandels sind ebenfalls veränderte Lebensweisen und Technische Innovationen.

Konzepte wie „Sharing Economy“ können große Auswirkungen auf unser Konsumverhalten und damit letztlich auch auf unseren Umgang mit der Ressource Stadt haben. Partizipation, Informelle Co-Produktion und neue Governance-Modelle verändern dabei unser Verständnis von Stadtentwicklung. Gleichzeitig wird die Umsetzung neuer (und alter) Konzepte häufig erst durch die Digitalisierung ermöglicht, vereinfacht oder verstärkt.
Welche Potentiale, welche Risiken ergeben sich aus diesen Veränderungen für die Idee der europäischen Stadt? Welche (neuen) Leitbilder, Ansätze und Strategien müssen entwickelt werden um den Wandel gestaltbar zu machen?

 

Um diesen Fragen nachzugehen beschäftigten sich die Studierenden im Blockseminar „Stadt selbst gedacht“ mit der Leipzig-Charta, städtebaulichen Leitbildern sowie relevanten Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung. Im Fokus standen die Themen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Partizipation sowie deren Auswirkungen auf die „europäische Stadt“.

 

Die Ergebnisse wurden als Visionen und Statements für zukünftige Städte formuliert und in einem Trendbook zusammengefasst.

 

Dieses Trendbook ist eine Sammlung von Gedanken, Ideen und Projekten zu den Themen Digitalisierung, Partizipation und Nachhaltigkeit. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Unvollständigkeit ist vielmehr Teil des Konzepts. Eigene Gedanken sollen hinzuzufügt und ergänzt werden, mit dem Vorhandenen darf gearbeitet werden. Das Trendbook dient als Quelle der Inspiration und Reibungsfläche. Ist vielmehr Ausgangspunkt denn fertiges Produkt.

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Helena Brückner
Britta Hüttenhain
Timo Kegel
Luka Kettering
Anna Ilonka Kübler
Melanie Kupferschmid