Unsere Lehrhaltung gründet sich auf dem Diskurs. Das gemeinsame Arbeiten von Lehrenden und Studierenden fordert und fördert das kritische Hinterfragen unserer gebauten Umwelt und reflektierte Denken. Kollaboration mit anderen Lehrstühlen, Hochschulen und Praxispartnern sind für uns selbstverständlich. Um die gesellschaftlichen Herausforderungen an Raum kritisch zu reflektieren, braucht es Interesse, Engagement und Idealismus beidseits: von Lehrenden wie Studierenden.

Mobilität steht für Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Individualität. Abgesehen vom Auto, sind es unsere Füße, Busse und Bahnen, Fahrräder, E-Roller, Handys und Computer, die zur Überbrückung von Distanzen von Millionen von Menschen rund um die Uhr genutzt werden und viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens bestimmen. Sichtbar wird dies in einer verzerrten Mobilitätskultur: Mit rasender Geschwindigkeit fahren wir in den nächsten Stau, verpassen den Anschluss ICE und setzen uns mit leeren Akkus und gedrosseltem Datenvolumen mit Call-Centern, zu vielen Apps und Algorithmen auseinander.

 

Das Seminar entwirft provisorische Architekturen, die im Stadtraum den Diskurs rund um diese Mobilitätskultur weiter anstoßen. Regelmäßige Impulsvorträge und Diskussionen zum Thema Gestaltung & Gesellschaft sensibilisieren und begleiten die Studierenden in ihrem Entwurfsprozess. Die Provisorien werden am Ende des Semesters von einer ausgewählten Jury bewertet, wovon drei im darauffolgendem Sommersemester 2019 in einem Bauworkshop M 1:1 realisiert werden. Finanzielle Mittel für die Umsetzung stehen zur Verfügung, außerdem besteht die Möglichkeit bei Weiterführung des Seminars, einen Entwurf oder ein Baupraktikum anrechnen zu lassen. Das Gebiet rund um den Österreichischen Platz dient als stadträumliches Experimentierfeld – ein Ort, an dem die aktuellen sozialen, kulturellen und politischen Spannungen unserer Mobilitätskultur sichtbar werden. Die ideale Umgebung, um neue Denkansätze, Methoden und Modelle in Form von provisorischen Architekturen zu entwickeln und auszuprobieren. Das Seminar ist Teil des Future City Labs – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur Stuttgart (www.r-n-m.net). Ziel der Reallabor-Forschung ist, gesellschaftliche Experimentierräume für aktuelle Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft zu entwickeln, um vom Wissen zum Handeln zu kommen. In Zusammenarbeit mit Stadtlücken e.V., der Stadtverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren wird in der 2. Förderphase des Reallabors die kulturelle Dimension der nachhaltigen Mobilität in Stadtraum kooperativ erprobt.

 

 

 

Endabgabe: 31.01.2019

 

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Sebastian Klawiter

Hanna Noller

Sascha Bauer

 


Mit SuE nach Benidorm/Spanien

Stadt entdecken bedeutet, sich bewusst darauf einzulassen. Im Rahmen der Seminarreihe mit SUE nach ____ nehmen wir jedes Semester eine Stadt im europäischen Kontext in den Fokus unserer Erkundungen und erleben diese für je vier Tage á 24 Stunden.

Im Wintersemester 2018/19 geht die Reise an die Costa Blanca, nach Benidorm. Die Stadt mit 70 000 Bewohnern wächst in der Hauptsaison auf 1,5 Millionen Menschen an und hat die weltweit größte Anzahl an Hochhäusern pro Einwohner. Vor Ort nehmen wir die Stadt, ihre Eigenheiten und ihr Alltagsleben wahr und erfassen, re ektieren und dokumentieren die sozialen, räumlichen und atmosphärischen Qualitäten. Der Fokus in Benidorm liegt auf der Ambivalenz zwischen Lokalem und Globalem. Können sich diese zwei Sphären gegenseitig befruchten und tun sie dies in Benidorm?

Die entdeckten Situationen und Eigenheiten werden z.B. durch Photographien, Interviews, Film- und Audioaufnahmen, Aktionen, Zeichnungen und Graphiken festgehalten und im Nachgang reflektiert und aufbereitet. Durch die intensive Auseinandersetzung mit der jeweiligen Stadt entwickeln wir ein tiefgehendes Verständnis für Stadt, Raum und Alltagsleben. Verstehen bedeutet die Europäische Stadt zu lesen, ihre Entwicklungslinien nachzuziehen und somit den Nährboden für zukünftige Entwicklungen zu erforschen. Dieses Verständnis ist für uns die Basis für aktives Gestalten und Weiterentwickeln.

 

 

Endabgabe: 30.01.2019

 

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum

Harry Leuter

Andreas Beulich

 


IBA Summerschool

Mit der Sommerschule im Rahmen der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart bietet sich die Chance den aktuellen städtebaulichen Diskurs über inklusive Stadtentwicklung, die Qualifizierung bestehender Stadtquartiere und die Mischung von Nutzungen in urbanen Kontexten auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene zu führen.

Die Studierenden denken, entwerfen und diskutieren Konzepte für die Stadt und Stadtgesellschaft, als konkrete Diskussionsbeiträge für die Verbesserung der Lebensbedingungen in verschiedenen Stadtteilen. Architektur und Stadtplanung zeigen hierbei ihre Alltagsrelevanz und Bedeutung im Diskurs über die Entwicklung von Stadt als gemeinschaftlichen und inklusiven Lebensraum. Durch die Zusammenarbeit mit der Universidad Técnica Federico Santa María (UTFSM), Valparaíso und der UBA FADU Universidad de Buenos Aires, Facultad de Arquitectura sowie den Hochschulen aus der Region und deren internationalen Kooperationspartnern schafft die Summerschool eine Plattform für den interdisziplinären, universitären Austausch. Wir werden gemeinsam räumliche Konzepte für die Region Stuttgart an spezifischen Orten erarbeiten und über ein neues Verständnis der gesellschaftlichen Rolle von Architektur debattieren. Idealerweise wird das Seminar IBA Summerschool mit dem Entwurf SESC in BC kombiniert, so kann eine intensive Auseinandersetzung mit den entsprechenden Fragen, Orten,Themen und Akteuren stattfinden.

Workshop 07.-12.10.2018

 

Partners:

Universität Stuttgart, Städtebauinstitut (SI), Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen, Stuttgart, Germany
Prof. Dr.-lng. Martina Baum mit Alexander Richert und Maria Schiller

Universidad Tecnica Federico Santa Maria, Departamento de Arquitectura, Valparaiso, Chile
Prof. Marcela Soto und Prof. Dr. Jorge Leon

Universidad de Buenos Aires, Facultad de Arquitectura, Posgrado lnternacional en Urbanismo, Buenos Aires, Argentina
Gast.-Prof. Markus Vogl, Walter Gropius Lehrstuhl (DAAD)


Stadt entdecken bedeutet, sich bewusst darauf einzulassen.

Im Rahmen der Seminarreihe mit SuE nach__  nehmen wir jedes Semester eine Stadt im europäischen Kontext in den Fokus unserer Erkundungen und erleben diese für je vier Tage á 24 Stunden.

Im Sommersemester geht die Reise nach Hamburg. Vor Ort nehmen wir die Stadt und ihre Eigenheiten wahr; erfassen, diskutieren, reflektieren und dokumentieren die sozialen, räumlichen und atmosphärischen Qualitäten. Wir lernen verschiedene Akteure der Stadt persönlich kennen, besuchen Sie in ihren alltäglichen Arbeits- und Lebensräumen und erhalten somit einen Blick hinter die Kulissen. Die entdeckten urbanen Situationen und Eigenheiten werden durch z.B. Photographien, Interviews, Film- und Audioaufnahmen, Aktionen, Zeichnungen und Graphiken festgehalten und im Nachgang reflektiert und aufbereitet. Durch die intensive Auseinandersetzung mit der jeweiligen Stadt und den persönlichen Kontakt zu ihren Akteuren entwickeln wir ein tiefgehendes Verständnis für Stadt, Raum und Alltagsleben. Verstehen bedeutet die Europäische Stadt zu lesen, ihre Entwicklungslinien nachzuziehen und somit den Nährboden für zukünftige Entwicklungen zu erforschen. Dieses Verständnis ist für uns die Basis für aktives Gestalten und Weiterentwickeln.

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Hanna Noller
Maria Schiller


Im Rahmen des Seminars begaben wir uns auf die Suche nach der städtebaulichen und architektonischen Verankerungen von Alltagsrealitäten und -nutzungen in der Stadt. Grundsätzlich gibt es an jeder Stelle in der Stadt eine klare Definition dessen, was dort baurechtlich möglich ist und somit eine Definition des Raumes, seines Programms, eine baurechtliche Widmung und Einordnung. Alles scheint geplant und dennoch entstehen – trotz und auch aus dieser absoluten Determinierung – andere programmatische und räumliche Lücken durch menschliches Verhalten.

Das Seminar Polyvalente Alltagsorte möchte diese Lücken aufspüren und soll dadurch ein tieferes Verständnis für Stadt, Raum und die sich darin befindenden Beziehungen vermitteln. Dabei geht es nicht um das reine Analysieren und Verstehen von Stadt, sondern auch um die eigene Reflexion und Übertragung, im Kontext der Gestaltung. Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen Architektur und Städtebau in unterschiedlichen Maßstabsebenen von lokalen Situationen bis zu gesamtstädtischen Verflechtungen, denken in ortsspezifischen Potenzialen und übergeordneten Strategien und wollen damit neue Entwicklungsspielräume für eine urbane Gesellschaft erkunden.

Ziel des Seminars ist es, neben dem Sichtbarmachen von gesellschaftlichen, ästhetischen und räumlichen Gegebenheiten Denkprozesse anzuregen. Der im Wintersemester 17/18 mit Studierenden erarbeitete experimentelle Atlas Polyvalenter Alltagsorte wird weitergeführt und mit neuen Methoden, Analysewerkzeugen sowie statistischen Daten ergänzt.

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Sebastian Klawiter
Sascha Bauer


Stadt entwerfen bedeutet, sich auf die Suche nach kreativen Antworten zu begeben, sich auf unterschiedliche Zugänge einzulassen. Dazu bedarf es eines breiten Repertoires an Werkzeugen und Methoden um sich neuen Aufgaben und Orten zu nähern.

 

Wir wollten uns in theoretischer und in praktischer Form mit den Werkzeugen des städtebaulichen Entwerfens auseinandersetzen und beschäftigten uns anhand verschiedener Methoden mit den Phänomenen der Stadt. Ziel war es, Merkmale und Kriterien für künftige Strategien und Konzepte zu erkennen und geeignete Entwurfsmethoden anzuwenden. Wöchentlich fanden verschiedene Übungen statt, bei denen das Schärfen der Darstellungsweise sowie die präzise Kommunikation der Inhalte im Fokus stand.

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Christiane Kolb
Thorsten Stelter

Sascha Bauer


Stadt entdecken bedeutet, sich bewusst darauf einzulassen. Im Rahmen der Seminarreihe mit SUE nach___ nehmen wir jedes Semester eine Stadt im europäischen Kontext in den Fokus unserer Erkundungen und erleben diese für je vier Tage á 24 Stunden.

Im Wintersemester 2017/18 geht die Reise nach Luzern. Vor Ort nehmen wir die Stadt, ihre Eigenheiten und ihr Alltagsleben wahr und erfassen, reflektieren und dokumentieren die sozialen, räumlichen und atmosphärischen Qualitäten. Der Fokus in Luzern soll auf Stadt als Kulturstandort liegen. Im direkten Austausch mit den ortsansässigen Institutionen wie Luzerner Theater, Neubad und Südpol erleben wir die Kulturlandschaft und ihre räumlichen Besonderheiten auch von Innen.

 

Die entdeckten Situationen und Eigenheiten werden z.B. durch Photographien, Interviews, Film- und Audioaufnahmen, Aktionen, Zeichnungen und Graphiken festgehalten und im Nachgang reflektiert und aufbereitet. Durch die intensive Auseinandersetzung mit der jeweiligen Stadt entwickeln wir ein tiefgehendes Verständnis für Stadt, Raum und Alltagsleben. Verstehen bedeutet die Europäische Stadt zu lesen, ihre Entwicklungslinien nachzuziehen und somit den Nährboden für zukünftige Entwicklungen zu erforschen. Dieses Verständnis ist für uns die Basis für aktives Gestalten und Weiterentwickeln.

Exkursion: 18.01.2018 – 21.01.2018
Endabgabe: Ende Februar 2018

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Hanna Noller


Bis 2021 investiert die Landesregierung rund eine Milliarde Euro in die Digitalisierung. Baden-Württemberg soll so zur digitalen Leitregion werden. Dabei betrifft die Digitalisierung nahezu alle Lebensbereiche der Menschen und der Wirtschaft. (https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/eine-milliarde-euro-fuer-digitalisierungsprojekte/)

Wie verändert die Digitalisierung unser Verständnis für unsere gebaute Umgebung?
Welche Rolle können Bürger mit lokalem Wissen im Vorausdenken von Zukunft haben?
Welche (digitalen) Werkzeuge können an der Schnittstelle von Idee und Planung Bürger und Verwaltung unterstützen?

Mit diesen Fragestellungen näherten wir uns den Themen Digitalisierung und Partizipation in der Stadtplanung. Im Rahmen des Seminars probierten wir digitale Werkzeuge (Augmented Reality, Virtual Reality, Simulation, Visualisierung, Visual Storytelling, etc.) in verschiedenen Planungsphasen aus bewerteten ihre Wirksamkeit. Die Lehrveranstaltung ist in das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Reallabor „Stadt:quartiere 4.0 – Frühzeitige und gestaltende Bürgerbeteiligung für eine nachhaltige Entwicklung Baden-Württembergs“ integriert.

Projektpartner sind: Höchstleistungsrechenzentrum der Uni, Fraunhofer IAO/ IAT, Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung und das Kommunikationsbüro Ulmer.

Das Seminar findet wöchentlich statt.

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Timo Kegel
Anna Kübler


Stadt entdecken bedeutet, sich bewusst darauf einzulassen. Im Rahmen der Seminarreihe mit SuE nach_ werden wir jedes Semester eine Stadt im europäischen Kontext in den Fokus unserer Erkundungen nehmen und diese für je vier Tage á 24 Stunden erleben.

 

Im Sommersemester 2017 entdeckten wir mit SuE – der Expertin für Stadtplanung Und Entwerfen – die Metropole London. Vor Ort nahmen wir die Stadt, ihre Eigenheiten und ihr Alltagsleben wahr, erfassten, reflektierten und dokumentierten die sozialen, räumlichen und atmosphärischen Qualitäten. Die entdeckten urbanen Situationen und Eigenheiten wurden beispielsweise durch Photographien, Interviews, Film- und Audioaufnahmen, Aktionen, Zeichnungen und Graphiken festgehalten und im Nachgang reflektiert und aufbereitet. Durch die intensive Auseinandersetzung mit der Stadt entwickelten wir ein tiefgehendes Verständnis für Stadt, Raum und Alltagsleben. Verstehen bedeutet die Europäische Stadt zu lesen, ihre Entwicklungslinien nachzuziehen und somit den Nährboden für zukünftige Entwicklungen zu erforschen. Dieses Verständnis ist für uns die Basis für aktives Gestalten und Weiterentwickeln.

 

Didaktisches Konzept
Das Seminar sollte ein tieferes Verständnis für Stadt, Raum und die sich darin befindenden Beziehungen sensibilisieren. Dabei geht es nicht um das reine Analysieren und Verstehen von Stadt, sondern auch um die eigene Reflexion und Übertragung, im Kontext der Gestaltung. Ziel war es, neben schriftlicher Recherchearbeit, durch Sichtbarmachen von gesellschaftlichen, ästhetischen und räumlichen Gegebenheiten, Denkprozesse anzuregen. Immer mit der Prämisse den Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren.

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Sebastian Klawiter

Studierende: Zijing Qu, Dipayan Bhowmik, Felix Berger, Eider Yarritu, Tillmann Bollow


How to keep our cities connected and vital? How to develop integral solutions for urgent societal problems related to vital infrastructure for water safety and smart mobility? How to accomplish sustainable answers on these questions? And, how to aim for a circular city simultaneously?

 

Themen:
Circular City, Connected City, Vital City
Link: http://www.ams-institute.org/making-the-metropolis/

Zeitraum: 22. bis 30. August 2017
Ort: TU Delft
Organisation: TU Delft
The Amsterdam Institute for Advanced Metropolitan Solutions (AMS)
Delft Deltas, Infrastructures & Mobility Initiative (DIMI)
International Forum on Urbanism (IFoU)

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum

Studierende:
Shaharin Annisa
María José Encalada Argüello
Maximilian Hermann
Sabine Kastner
Ann-Kathrin Ludwig
Saumil Patel
Bente Maria Rau
Susanne Pardo Spiess


 

Öffentlicher Raum ist in Städten eine begrenzte Ressource und von Aushandlungsprozessen verschiedener Akteure geprägt. Der erfolgreichste Akteur ist dabei meist unser Auto, das es schafft, den öffentlichen Raum kurzum in Straßenraum zu verwandeln. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Spielstraße – viel Straße und wenig Spiel. Im Rahmen der IBA Summerschool 2017 haben wir diese Verkehrs- und Spielräume erkundet, im Dialog Interventionen entwickelt, gefundene Orte bespielt, Möglichkeiten ausgelotet und dokumentierten die erlebten Aushandlungsprozesse. Durch die Interventionen vor Ort und im Dialog mit der Öffentlichkeit haben wir unsere Wahrnehmung für die Potentiale des öffentlichen Raumes geschärft und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten aufzeigt.

Zeitraum: 17.07.2017 – 21.07.2017

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Lehrstuhl für Orts- und Regionalplanung
Prof. Daniel Schönle
Sebastian Klawiter
Hanna Noller
Jakob Rauscher

 

Studierende: Jasmin Steinmetz, Ludwig Müller, Tillman Bollow, Silva Maringele, Julia Meister, Miriam Harst

Die IBA SUMMERSCHOOL 2017 ist eine Zusammenarbeit von Architektenkammer Baden-Württemberg, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Hochschule für Technik Stuttgart, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Universität Stuttgart, Akademie der Bildenden Künste Wien. Unterstützt von Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, SRL Stadtplanungskolloquium Stuttgart

 

Im Rahmen der IBA Summerschool wollten wir neue Möglichkeitsräume in der baden-württembergischen Hauptstadt ausloten.

Sechs Architekturfakultäten aus Stuttgart, Nürtingen, Wien und Kopenhagen setzten sich für eine Woche gemeinsam aus ihren jeweiligen Blickwinkeln mit Stuttgart und seiner Region auseinander. Eingeladen, um an dem Diskurs teilzunehmen waren neben den Studierenden auch alle Stadt- und Kulturinteressierte. Morgendliche Input-Vorträge, intensive Workshops und abendliche Diskussionsrunden an der Bar verknüpften die Summerschool mit der Stadt. In einem großen Plenum am Ende der Summerschool wurden die im Laufe der Woche entstandenen Themen und Arbeiten präsentiert, diskutiert und kritisch hinterfragt.

Die morgendlichen und abendlichen Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos.

 

Ort: Katholische Kirche St. Maria und Reallabor Spacesharing

 

 

 

 


Das Seminar „STADT SELBST GEDACHT…“ haben wir in Kooperation mit dem interdisziplinären Forschungsprojekt „Reallabor Stadt:quartiere 4.0“ durchgeführt. In einer zweiwöchigen Kompaktveranstaltung haben sich die Studierenden mit aktuellen Themen der Stadtentwicklung sowie der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt befasst. Im Fokus standen die Themen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Partizipation und die Auswirkungen auf die „neo-europäische Stadt“. Die Ergebnisse wurden als Sammlung von Gedanken, Ideen, Projekten und Statements in einem „Trendbook“ zusammengefasst. (Das Trendbook erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Unvollständigkeit ist vielmehr Teil des Konzepts. Eigene Kommentare, Statements und Skizzen sollen hinzugefügt und ergänzt werden.) Teilnehmer der Winterschule haben sich an diesem Prozess beteiligt und wurden so Teil des Dialogs über die Weiterentwicklung unserer Städte. Dieser Dialog ist für uns die Ausgangsbasis, um in Lehre und Praxis mit städtebaulichen Entwürfen räumliche Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden.

Winterschule Kassel + Bundeskongress

Die Winterschule ist ein Format innerhalb des Projektes „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft“, das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik gefördert wird und als Ziel die Vernetzung aktueller Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an Universitäten und Hochschulen hat. Bei der Winterschule in Kassel trafen sich dieses Jahr im März Studierende aus zwölf Stadtplanungsfakultäten um die neo- europäische Stadt, aufbauend auf Seminaren und Entwürfen, gemeinsam zu entwerfen. In gemischten Teams wurden dann die Themenbereiche zukünftiger Mobilität, Migration und Armut und die neue Rolle der Zivilgesellschaft in der Stadtentwicklung vertieft und im Weiteren zu dem „Manifest der Generation Y für eine neue Leipzig Charta“ entwickelt. Dieses wurde im Rahmen des 11. Bundeskongress im Juni 2017 in Hamburg vorgestellt.

 

Link:
http://urbandesign.staedtebau.tu-berlin.de/fnez/neo-europaeische-stadt/

Link zur Broschüre „Ein Manifest der Generation Y für eine neue Leipzig Charta“:
https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/6327

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Dr. Britta Hüttenhain
Timo Kegel
Anna Kübler

Studierende:
Helena Brückner, Luka Kettering, Melanie Kupferschmid


Auf Basis von Georges Perec’s „Träume von Räumen“ werden wir Teil einer Stückentwicklung am Schauspiel Stuttgart unter der Regie von Adelheid Schulz. In drei Etappen – dem Öffentlichen, dem Intimen, der Schreibwerkstatt – will die Regisseurin bis Mitte Mai 2017 gemeinsam mit 14 Laienschauspielerinnen und –schauspielern, performativ Linien, Grenzen, Räume über die eigenen Biografien der Spielenden aushandeln. Diese haben unterschiedlichste Hintergründe und sind teilweise erst seit kurzer Zeit in Stuttgart. Hierbei wollen wir das Ensemble in der ersten Phase, dem Öffentlichen mit unserem Verständnis von Raum und Öffentlichkeit unterstützen.

Wir werden gemeinsam ein Stück Stadt entziffern, uns der vielschichtigen Narrative im Öffentlichen Raum nähern, uns mit der Aneignungsfähigkeit dieser Räume auseinandersetzen. In einem kurzen und intensiven Workshop zu Beginn des Semesters werden wir öffentliche Räume in Stuttgart identifizieren und eine performative Transformation entwickeln, die wir im November realisieren wollen.

Linien, Grenzen, Räume: Ein gemeinsames Experiment mit Laienschauspielern, Schriftstellern, Künstlerinnen und Regisseurinnen des Schauspiel Stuttgart.

 

Stadtintervention – Am 19. November 2016

Weitere Informationen zum Stadtspaziergang: https://www.schauspiel-stuttgart.de/

Weitere Informationen zum theater.prekariat: http://www.theater-prekariat.de/linien-grenzen-raeume/

 

Universität Stuttgart in Kooperation mit dem Staatstheater Stuttgart und theater.prekariat
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Christiane Kolb
Markus Vogl

 

Am Seminar teilnehmende Studierende:
Schaugg, Philipp; Kessler, Rebekka; Schusser, Martin; Evangelidi, Irini; Szakal, Brigitta; Ezzat, Ahmed; Bournigal, Pamela; Bortkevic, Elzbieta; Ludwig, Ann-Kathrin; Muhammed, Anas


Stadt entwerfen bedeutet, sich auf die Suche nach kreativen Antworten zu begeben, sich auf unterschiedliche Zugänge einzulassen. Dazu bedarf es eines breiten Repertoires an Werkzeugen und Methoden, sich neuen Aufgaben und Orten zu nähern. In theoretischer und in praktischer Form setzten wir uns mit den Werkzeugen des städtebaulichen Entwerfens auseinander und beschäftigten uns anhand verschiedener Methoden mit den Phänomenen der Stadt.

 

Ziel war es, Merkmale und Kriterien für künftige Strategien und Konzepte zu erkennen und geeignete Entwurfsmethoden anzuwenden. An 12 Terminen finden 12 Übungen statt. Dabei stehen das Schärfen der Darstellungsweise sowie die präzise Kommunikation der Inhalte im Fokus.

 

Exemplarisch fragen wir:

Wie verändert der Blickwinkel die Raumerfahrung?
Was macht ein gutes Mapping aus?
Welche Möglichkeiten bietet die Szenarientechnik?
Was leisten Modelle?
Wie beschreibe ich prägnant Inhalte?

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Christiane Kolb
Thorsten Stelter


Was bedeutet Transformation für die Stadtplanung? Wie werden Transformationsräume zu Impulsgeber für Stadt und Region? Können diese Flächen als Chance für eine wirtschaftliche und städtebauliche Belebung in strukturschwachen Städten dienen? Wie sehen gelungene Kombinationen aus Top-Down und Bottom-Up Strategien aus?
Zahlreiche Transformationsgebiete wie das DMC-Areal in Mulhouse, einem Projektgebiet der IBA Basel, waren einst florierende und zentrumsnahe Areale. Noch heute bieten diese Möglichkeitsräume entsprechende Offenheit für vielfältige Entwicklungen. Bisherige Planungen haben sich jedoch als nicht umsetzbar erwiesen – waren zu teuer oder es mangelte an Investoren. Das Seminar stellt sich der Aufgabe, die Chancen und Risiken der städtischen Transformation aufzuarbeiten und einzuordnen, die Prozesse zu erläutern und die Vorteile möglicher Strategien aufzuzeigen. Aufgespürt werden Parameter und Akteure, die eine gelungene Umwandlung kennzeichnen.

 

Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Thorsten Stelter

 

Studierende:
Commichau Henriette,
Habt Marie,
Müller Maren,
Melber Jana,
Nichtern Charis,
Rau Bente,
Stamm Jonas,
Vollath Verena,
Wenzel Johannes,
Willig Viviane


Universität Stuttgart
SI Städtebau-Institut
Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen
Prof. Dr. Martina Baum
Christiane Kolb
Markus Vogl

 

Studierende:
Alvia Morales, Paulette; Blüthgen, Anne; Chana, Chana; Corredor Coronado, Laura; Higi, Leonard; Hocker, Aileen; Jehle, Lisa; Karbach, Magdalena; Kast, Hannah; Lammers, Christoph; Lazarova, Kristin; Looser, Dominik; Nichtern, Charis; Rau, Bente; Rosenfeld, Stephanie; Schäfer, Sara; Schaugg, Philipp; Schmidt, Mareike; Steinmetz, Jonas; Strauß, Milena-Louisa; Tavares, Ascensao; Manuel, Ulrich; Alexandra, Väth; Monica, Viseu; Miranda de Castro, Maria Alzira; Werwigk, Julia