Das unendliche Mosaik

Masterarbeiten

Christian Nopitsch

Beheimaten als emanzipatorische Kraft zur politischen Gestaltung

 

Wo ist Heimat? Die Frage lässt sich aufgrund ihrer Subjektivität nicht beantworten. Kann ich mich, ob der Ambivalenz des Heimatbegriffs, anmaßen, einen konkreten Ort zu untersuchen? Auf der einen Seite steht die Suche nach einer biografischen Positionalität zu dem Dorf Rednitzhembach. Wie kann eine politische und gestaltende Einmischung vor Ort gelingen? Drei polyvalente Szenen, welche Menschen zum Beheimaten emanzipieren wollen, stellen meine Einmischung dar. Auf der anderen Seite steht die Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff. Dieser wird von rechtsextremen Akteuren genutzt, um eigene Narrative zu legitimieren. Bei einer Diskreditierung der Gegenwart erfolgt der Rückgriff auf eine Vergangenheit, welche wiederherzustellen sei, und ein Territorium sowie eine Gesellschaft, welche vor Veränderungen zu schützen seien. Sie sprechen einer solidarischen Das unendliche Mosaik Beheimaten als emanzipatorische Kraft zur politischen Gestaltung Christian Nopitsch und demokratischen Gestaltung ihr Misstrauen aus. Um bestehende Machtverhältnisse zu manifestieren, wissen sie zu verhindern, dass Menschen sich ihrer gestalterischen Kraft bewusst werden. Dagegen leistet die Emanzipation zum Recht auf Heimat, das die Befähigung zur Gestaltung erkennt, einem gesellschaftlichem Wandel Vorschub, wenn Menschen strukturell und systemisch befähigt werden. Die Arbeit versucht sich an einer Umdeutung des Heimatbegriffs von der bewahrenden Retrospektive zur gestaltenden Prospektive. Die „Demokratisierung der Demokratie“ muss durch die Forderung nach mehr Demokratie und mehr Emanzipation geschehen. Nach Ernst Bloch will ich „aufrührerisch sein.“ Ich postuliere anstatt einer Rettung der Demokratie vor ‚Der Heimat‘ eine Stärkung der Demokratie durch das Beheimaten.