Prof. Dr. Martina Baum ist seit 2001 in Praxis, Forschung und Lehre tätig. Sie studierte Architektur und Europäische Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule Coburg und promovierte am Karlsruher Institut für Technologie. Ihre Dissertation „Urbane Orte - Ein Urbanitätskonzept und seine Anwendung zur Untersuchung transformierter Industrieareale“ wurde von Prof. Markus Neppl / KIT und Prof. Kees Christiaanse / ETH Zürich betreut.
Sie lehrte und forschte als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Postdoc und Dozentin an der ETH Zürich und am KIT Karlsruhe. Seit 2014 ist sie Direktorin des Städtebau-Instituts der Universität Stuttgart und Professorin für Städtebau und Entwerfen. Das Städtebau-Institut ist mit seinen vier Professuren eines der größten in der deutschen Lehr- und Forschungslandschaft. In der Lehre betreut der Lehrstuhl das integrierte Projekt „Stadt und Landschaft“ im 2. Jahr des Bachelorstudiengangs. Darüber hinaus umfasst das Lehrportfolio Entwürfe, Seminare, Design-Build-Projekte und Abschlussarbeiten.
Praktische Berufserfahrung sammelte sie als Mitarbeiterin und Projektleiterin bei KCAP / Rotterdam, ASTOC / Köln, Auer+Weber / München, Behnisch Architekten / Stuttgart sowie Allmann Sattler Wappner / München. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit fließen seit 2008 in die Projekte des Studio Urbane Strategien mit Sitz in Stuttgart ein. Das Studio beschäftigt sich mit den räumlichen Grundlagen unserer Lebenswelt in Architektur und Städtebau mit dem Schwerpunkt Transformation. Dafür wurde das Büro mehrfach ausgezeichnet. Die Arbeit des Studios umfasst neben dem Entwerfen auch das Schreiben, Experimentieren, Moderieren und den Diskurs.
In der Theoriebildung hat sie mit ihren Forschungen zum Praktischen Städtebau, zu polyvalenten Alltagsorten sowie dem Täglich, einer neuen Typologie des Öffentlichen, beigetragen. Die theoretischen Erkenntnisse werden durch entwurfsbasierte Forschung (research by design) sowie inter- und transdisziplinäre Forschungsmethoden wie Reallabore in praktische Projekte überführt. Hierzu sind zahlreiche Publikationen in Form von Büchern, wissenschaftlichen Artikeln und Interviews erschienen.
Martina Baum bringt ihre langjährige Expertise als Fachpreisrichterin in Planungsprozesse ein und ist Mitglied in verschiedenen Gestaltungsbeiräten. Sie war Mentorin im Förderprogramm des Cusanuswerks und ist in verschiedenen Gremien beratend tätig. Im Jahr 2023 wurde sie in den Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA berufen.
Täglich. Warum wir Öffentlichkeit, öffentlichen Raum und öffentliche Gebäude brauchen.
Täglich. Why we need the public, public space and public buildings.
Martina Baum, Markus Vogl (Hrsg./ eds.)
2022, M BOOKS Verlag, Weimar
dérive 81, 2020, Demokratische Räume
https://derive.at/texte/warum-wir-das-oeffentliche-den-oeffentlichen-raum/
City as Loft. Adaptive Reuse as a Resource for Sustainable Urban Development
Martina Baum, Kees Christiaanse (eds.)
2012, gta Verlag, Zürich
Practical Urbanism & Provisional Architecture - Actively Shaping Transformation
Martina Baum, Sebastian Klawiter, Hanna Noller
http://dx.doi.org/10.18419/opus-11755
Praktischer Städtebau & Provisorische Architektur - Transformation aktiv gestalten
Martina Baum, Sebastian Klawiter, Hanna Noller
http://dx.doi.org/10.18419/opus-11072
Realexperimente - On the Search for New Possibilities
Martina Baum, Sebastian Klawiter, Hanna Noller
http://dx.doi.org/10.18419/opus-11757
Polyvalente Alltagsorte. Eine Reflexion über den performativen Exkurs
in den Stadtraum von São Paulo
Martina Baum, Markus Vogl
https://doi.org/10.25969/mediarep/22310
Lisa Beuchle studierte Architektur und Stadtplanung in Stuttgart und Rom. Sie partizipierte mit verschiedenen Kollektiven an Le Festival des cabanes in Frankreich und Italien und gestaltete als Teil des Kollektivs muehlemachen den Auftakt für einen möglichen Quartiersentwicklungsprozess in Schorndorf. Während ihres Studiums arbeitete sie in mehreren Architekturbüros in und um Stuttgart und ist seit 2022 bei UTA Architekten und Stadtplaner. Sie interessiert sich für gemeinsames, interdisziplinäres Gestalten von Allerlei, sodass 2025 eine Buchedition und ein Hörspiel entstanden.
Leonie Link studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien und der Bauhaus-Universität Weimar, an der sie 2023 ihren Master abschloss. Während ihres Studiums sammelte sie praktische Erfahrung in verschiedenen Architekturbüros in München und Berlin, darunter Atelier Fanelsa und Heide&vonBeckerath. Unter anderem hat sie an der grafischen Publikation „Gregory Batesons Cosmos“ und der Ausstellung „Pera Reverse“ mitgewirkt. Derzeit promoviert sie am Lehrstuhl für Darstellungsmethodik im Entwerfen der Bauhaus-Universität Weimar zu textilen Raumpraktiken. Seit 2025 lehrt sie am Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen der Universität Stuttgart.
Ich bin spanische Architektin und habe an der Universidad Politecnica de Valencia und an der TU Berlin studiert. In meiner beruflichen Praxis habe ich mit international renommierten Architekturbüros in London, Berlin, Madrid und Indien zusammengearbeitet. In Ahmedabad arbeitete ich eng mit dem indischen Architekt Balkrishna Doshi – Pritzker-Preisträger 2018 – als Projektarchitektin an der Stadterneuerung des UNESCO-geschützten historischen Stadtkerns von Ahmedabad: der Bhadra Plaza. Später war ich bei der Norman Foster Foundation an einem Pilotprojekt zur nachhaltigen Sanierung benachteiligter Stadtviertel und Wohngebiete in Odisha beteiligt, das auf partizipativer Planung und Co-Design basiert. Ich habe an Forschungsprojekten wie der Campusentwicklung der TU Dresden und dem Auroville-Detailentwicklungsplan mit der UCJC Universität teilgenommen. Seit 2025 bin ich am Institut für Städtebau der Universität Stuttgart tätig. Zuvor lehrte ich an der TU Delft, der TU Dresden, der UCJC Madrid und der SAL India.
Nicole Ottmann ist seit 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen, freischaffend tätig und Mitglied bei Adapter e.V. Sie studierte Architektur und Stadtplanung an der Hochschule Biberach, Hochschule Luzern (CH) und der Universität Stuttgart. Nach ihrem Masterabschluss zu gemeinnützigen Typologien 2019 arbeitete Sie bei Studio Stadt Region in München, urbanes.land Stuttgart/Zürich/ Biberach und ASP Architekten in Stuttgart. Zwischen 2021-2023 war sie maßgeblich für die partizipative Campusentwicklung „Campus Zukunft“ der Hochschule Biberach tätig und arbeitete an der nutzerorientierten Beteiligung, Planung und Umsetzung. Mit Adapter setzt sie seit 2024 temporäre Wohnprojekte im Leerstand um und ermöglicht soziokulturell Räume für die Stadtgesellschaft.
Felix Paul Luis Haußmann ist angehender Architekt und Stadtplaner mit Schwerpunkten in öffentlichen Planungsprozessen, demokratischen Räumen, Transformationsprozessen und transdisziplinärer Zusammenarbeit. Von 2021 bis 2022 arbeitete er im Stuttgarter Studio Urbane Strategien sowie im Forschungs- und Publikationsprojekt „täglich“, in dessen Rahmen er als Mitautor an der Veröffentlichung „Täglich – Warum wir Öffentlichkeit, öffentlichen Raum und öffentliche Gebäude brauchen“ beteiligt war.
Von 2021 bis 2024 war er als Honorarlehrkraft am Städtebau-Institut der Universität Stuttgart tätig. Von 2023 bis 2026 arbeitete er im Büro planbarhochdrei – bilden, beteiligen, planen –, mit Fokus auf partizipative Stadtentwicklung, Klimaanpassung und sozialräumlichen Prozesse. Parallel dazu ist er seit 2024 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschungsprojekte des Lehrstuhls Städtebau und Entwerfen eingebunden, unter anderem im Kontext des Haus der Kulturen Stuttgart.
Er studierte Architektur und Stadtplanung im Bachelor und Master an der Universität Stuttgart. Gemeinsam mit dem Kollektiv spacepraxis realisierte er Projekte im öffentlichen Raum sowie die Masterarbeit zu gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung. Darüber hinaus forschte er im Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur und arbeitete in Verschiedenen Disziplinen in Stuttgart und Zürich.